Ich möchte mich kurz zu einem Vorfall äußern, der sich gestern am Ende des ersten Spieltags des Frühjahrsteamturniers ereignet hat.
Ein Spieler hat seinen Unmut über das Turnierformat und das Spielen mit weniger erfahrenen Gegnern auf eine Art zum Ausdruck gebracht, die unangebracht war. Dafür möchte ich mich im Namen des Vereins und des Vorstands ausdrücklich entschuldigen.
So ein Verhalten passt nicht zu dem, wofür unser Verein steht. Gerade Handicap- und Anfängerturniere sind uns wichtig, weil sie neuen Spielerinnen und Spielern den Einstieg erleichtern und das Miteinander im Verein fördern sollen. Respekt und ein fairer Umgang miteinander gelten bei uns unabhängig von Spielstärke oder Ehrgeiz. Unser Ziel ist es, dass sich alle bei unseren Turnieren willkommen und wohlfühlen können.
Vielen Dank dafür, dass ihr unseren Verein mittragt. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Bridge bei uns sportlich, freundlich und verbindend bleibt.
Ich war gestern beim Turnier und gehöre zu die niedrige eingestuften Spieler(in).
Im Grunde war ich froh sein über diesen Handicap Turnier. Im Vorfeld war klar, dass wir als Gegner die „guten“ Spieler wenig Chancen haben, ergo Handicap!
Ich schätze den Bemühungen der Klub eine freundliche Atmosphere zu schaffen und die Unterstützung mit Kurse und Ratschläge uns zu fördern.
Bitte an die „Guten“ vergiss nicht, dass auch Sie einmal Anfänger waren und bringe uns gegenüber etwas Geduld auf und vermiesen uns nicht den Abend. Wir machen unsere Fehler und Versäumnisse nicht mit Absicht und vielleicht helfen sie uns ab und zu aus unsere Schwäche zu lernen.
Sehr schade diese Art vom Turnier nicht überall optimal angekommen ist.
Ich möchte mich auch dazu äußern, da ich ja genannt werde:
Als Erstes möchte ich einmal klarstellen, dass ich gegen keinen der Spieler etwas habe und sie als Mensch schätze.
Mit meinen Gegnerinnen von gestern habe ich zB. schon im Team gespielt oder beim Abendessen getratscht.
Es war auch nicht meine Intention jemanden zu beleidigen, schließlich gibt es in jeder Tätigkeit unterschiedliche Niveaus und dabei können Tätigkeiten auf jedem Niveau Freude bereiten.
Falls ich jemanden beleidigt habe, möchte ich mich entschuldigen.
Bei meiner inhaltlichen Kritik bleibe ich auch in Ruhe und am Tag danach. Das Bridgespiel und der Erfahrungs-/Niveauunterschied bleibt auch mit diesem Handicap gleich, nur am Ende wird ein anderer Ergebnis ermittelt.
Allgemein ist meine Erfahrung, dass Sportarten, Spiele und ähnliches am meisten Freude bereiten, wenn ähnlich starke Spieler gegeneinander spielen.
Dies ist mit diesem Format nicht der Fall.
Zusätzlich wird dies mit den langen Matches (16 Boards) verstärkt.
Dies stellt „stärkere“ Spieler vor die Wahl zu verlieren, weil bei „normalem“ Spiel 48 IMPS nahezu nicht aufzuholen sind oder den Gegner unangenehm unter Druck zu setzen, um sie zu Fehlern durch die Unerfahrenheit zu zwingen. Damit meine ich rein spielerischen Druck. zB. aggressive Hochansagen, unterwertige Manchen usw.
Ich nehme an, dass das nicht die Intention des Klubs ist.
Sinnvoller würde ich es finden das Handicap im Spiel einzubauen, weil es die Spielstruktur verändern würde und das Spiel selbst interessanter machen würde. Es gibt dazu allerlei Handicaps, die eingesetzt werden könnten.
Auch wenn ich doch einige Kommentare anderer Spieler bekommen habe, die mir zustimmen, sehe ich doch, dass es offenbar einer großen Menge an Spielern Freude bereitet.
Immer wird das während des Spiels aber nicht kommentiert. („a la: Noch so viele Boards gegen die Guten.“)
Persönlich ist es mir auch wichtig Bridge als sportliches Spiel zu vertreten und nicht nur als soziale Betätigung für Pensionisten.
Die aktuelle Klubphilosophie ist konträr zu meiner Meinung und dies ist für mich wohl zu akzeptieren. Ich werde in Zukunft einfach nicht mehr teilnehmen.
Etwas enttäuscht bin ich über die Kommunikation über die Homepage auch, nachdem ich es zufällig gelesen habe, aber mich niemand angerufen oder kontaktiert hat.
Liebe Grüße
Simon